Ein “Raiffeisen-Urgestein” geht in Rente

Feierstunde. Aus Anlass der Verabschiedung von Dieter Betz gab es jede Menge Lob für den scheidenden Vorstandssprecher.

Foto: Raiba Parsberg-Velburg

Neumarkter Tagblatt vom 03.04.2017

Von Wolfgang Schön
PARSBERG/VELBURG. Mit dem Eintritt in den passiven Teil seiner Altersteilzeit zum 1. April schied der Vorstandssprecher der Raiffeisenbank Parsberg-Velburg e.G. Dieter Betz aus dem Dienst aus. Im Kreise der über 80 Mitarbeiter des Banken- und Warengeschäftes der Genossenschaftsbank ist der überaus beliebte und geschätzte “Chef” bei einer Feierstunde im Gasthof “Zur Post” verabschiedet worden.
Der Deutsche Raiffeisenverband verlieh Dieter Betz mit der goldenen Ehrennadel die höchste Auszeichnung, die zu vergeben ist. Damit wurde das überaus erfolgreiche Schaffen des Bankfachmanns, den neben seiner hohen fachlichen Kompetenz vor allem seine ruhige, überaus sachliche, aber höchst effizient motivierte Arbeitsweise auszeichneten, gewürdigt.
Bei der Raiffeisenbank Holnstein-Waltersberg trat Dieter Betz 1973 seine Tätigkeit als Bankfachmann ein und wechselte nach der Ausbildung zur Raiffeisenbank Neumarkt, wo ihm schon in relativ jungen Jahren Führungsaufgaben übertragen wurden.
1991 kam der Wechsel zur Raiffeisenbank Parsberg-Velburg, wo er zunächst Leiter der Kreditabteilung wurde und Jahr 2001 in den Vorstand aufstieg. Seit 2010 war Betz Vorstandssprecher der Bank und damit der erste Verantwortungsträger.

Foto: Raiba Parsberg-Velburg eG

Zugleich war er Mitglied im Fachausschuss des Genossenschaftsverbandes Bayern. Dessen Vertreter Regionaldirektor Franz Penker würdigte Dieter Betz in seiner Laudatio als einen Bankenchef, der nicht nur erfolgreich war, sondern auch Garant dafür, dass die Bank ein menschliches Gesicht behielt. “Eine Eigenschaft, die im heutigen Bankengeschäft nicht mehr allzu häufig anzutreffen ist”, so Penker.
Aufsichtsratsvorsitzender Roland Lehner sagte, bei Dieter Betz die Raiffeisenbank Parsberg-Velburg stets in sicheren Händen gewusst zu haben, auch zuletzt, als ein regelrechter Regulierungswettlauf stattgefunden habe und die Null-Zins-Entwicklung das Arbeiten nicht einfach machte. Die Herausforderungen seien aber mit Bravour gemeistert worden, die Zahlen sprächen für sich. Dass die Zusammenarbeit mit Dieter Betz sowohl fachlich wie auch menschlich auf einem sehr hohen Niveau stand, stellten auch seine Kollegen im Vorstand, Martin Reindl und Roland Pirzer heraus. Martin Reindl wird sein Nachfolger als Vorstandssprecher.
Franz Brandl zeichnete als Vertreter der Belegschaft das Raiffeisenleben von Dieter Betz in einer bemerkenswerten Bilderschau nach, was mit viel Beifall quittiert wurde. Deutlich wurde, dass Dieter Betz wirklich ein toller Chef war, wie es bei der Verabschiedung mehrfach hieß. Überhaupt wurde an dem Abend sehr viel geklatscht und so die Sympathie für Dieter Betz zum Ausdruck gebracht. Da passten dann auch die musikalischen Gstanzln dazu, die ebenfalls von den “Bänkern” geboten wurden.